Logopädie München

Logopädie Lexikon Sprechzeit München - Myofunktionelle Störungen


Kurzbeschreibung Myofunktionelle Störungen

 


Myofunktionelle Störung (MFS)

Unter einer myofunktionellen Störung verstehen wir ein Ungleichgewicht der Muskeln im Lippen-, Zungen- und Gesichtsbereich. Die Spannkraft (der Tonus) dieser Muskeln ist dabei entweder zu niedrig oder zu hoch, was die natürlichen Bewegungsabläufe stört.

Was bedeutet das konkret? Häufig zeigt sich eine MFS durch einen offenstehenden Mund oder eine Zunge, die im Ruhezustand nicht am Gaumen liegt, sondern gegen oder zwischen die Zähne drückt. Da unser Körper eine funktionelle Einheit bildet, ist eine MFS oft kein isoliertes Problem im Mund:

  • Körperspannung: Viele Betroffene weisen eine eher schlaffe Gesamthaltung oder eine instabile Rumpfspannung auf.

  • Schluckmuster: Es kann zu einem „infantilen Schluckmuster“ kommen, bei dem die Zunge beim Schlucken nach vorne schiebt, statt sich nach oben zu wölben.

  • Artikulation: Durch die fehlende Kraft entstehen oft Aussprachefehler wie Lispeln (Sigmatismus).

  • Zahnstellung: Der ständige Druck der Zunge kann Zähne verschieben, weshalb Logopädie oft begleitend zur kieferorthopädischen Behandlung (Zahnspange) verordnet wird.

Warum ist der ganze Körper wichtig? Stellen Sie sich die Muskeln wie Dominosteine vor: Eine instabile Haltung im Becken oder Rücken kann sich bis in den Kiefer fortsetzen. Deshalb schauen wir in der Logopädie nicht nur in den Mund, sondern achten auf das gesamte Erscheinungsbild.

 

In der Therapie in der Praxis Sprechzeit in München-Moosach arbeiten wir ganzheitlich. Mit gezielten Übungen kräftigen wir die Lippen- und Zungenmuskulatur und korrigieren das Schluckmuster. Parallel dazu fließen Übungen zur allgemeinen Körperwahrnehmung und Aufrichtung ein. Unser Ziel ist ein harmonisches Gleichgewicht der Kräfte, das die Basis für eine gesunde Gebissentwicklung und eine klare Aussprache bildet.