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Logopädisches Lexikon Sprechzeit München - Paragrammatismus


Kurzbeschreibung / Definition Paragrammatismus

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Paragrammatismus

Unter einem Paragrammatismus verstehen wir eine Störung der Satzbildung, die im Rahmen einer Aphasie (Sprachstörung) auftritt. Im Gegensatz zum telegrammstilartigen Sprechen ist der Redefluss hier meist erhalten oder sogar gesteigert, jedoch sind die Sätze in sich fehlerhaft aufgebaut oder „verworren“.

Was bedeutet das konkret? Betroffene sprechen oft in langen, komplexen Sätzen, bei denen jedoch die grammatischen Regeln durcheinandergeraten. Man kann es sich wie ein komplexes Strickmuster vorstellen, bei dem zwar viel Wolle verwendet wurde, aber die Maschen falsch verknüpft sind. Typische Merkmale sind:

  • Satzverschränkungen: Zwei Sätze werden ineinandergeschoben.

  • Doppelungen: Satzteile oder Artikel werden mehrfach verwendet.

  • Falsche Beugungen: Endungen von Verben oder Nomen passen nicht zusammen (z. B. „Ich gehen heute in die Häusern“).

  • Wortverwechslungen: Es werden falsche Wörter in eine eigentlich korrekte Satzstruktur eingebaut.

Obwohl die Sprache sehr flüssig klingt, ist der Sinn für Außenstehende oft schwer zu erfassen, da der „rote Faden“ durch die grammatischen Fehler verloren geht.

 

In der Therapie in der Praxis Sprechzeit in München-Moosach arbeiten wir daran, die Struktur der Sprache wieder zu ordnen. Wir nutzen gezielte Übungen, um die Selbstwahrnehmung zu schärfen und komplexe Satzmuster schrittweise zu vereinfachen, damit die Botschaft wieder klar und verständlich beim Gegenüber ankommt.

 

 

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