Logopädie München

Logopädisches Lexikon Sprechzeit München - Phonematischer Jargon


Kurzbeschreibung Phonematischer Jargon

Unter einem phonematischen Jargon verstehen wir eine schwere Form der Sprachstörung, die meist im Rahmen einer flüssigen Aphasie (z. B. der Wernicke-Aphasie) auftritt. Dabei reihen die Betroffenen Laute und Silben so aneinander, dass die eigentlichen Wörter nicht mehr erkennbar sind. Die Sprache klingt für Außenstehende völlig unverständlich, fast wie eine Kunstsprache.

Was bedeutet das konkret?

Man kann sich das wie einen "Buchstabensalat" auf Lautebene vorstellen. Die Betroffenen behalten zwar meist die normale Sprechmelodie, den Rhythmus und die Betonung der deutschen Sprache bei, aber die einzelnen Wörter sind so stark durch Lautvertauschungen, Auslassungen oder Hinzufügungen entstellt, dass der Sinn verloren geht.

  • Beispiel: Statt „Ich möchte eine Tasse Kaffee“ sagt der Betroffene vielleicht „Iff mofte eine Laste Gafitö“.

  • Wichtig: Den Betroffenen ist oft gar nicht bewusst, dass sie unverständlich sprechen (fehlende Störungseinsicht). Sie wundern sich stattdessen, warum ihr Gegenüber sie nicht versteht.

THERAPIE IN DER PRAXIS SPRECHZEIT

In der Praxis Sprechzeit in München-Moosach begegnen wir dieser Form der Aphasie mit viel Geduld und spezialisierten Methoden. Unser Ziel ist es zunächst, die Eigenwahrnehmung der Patienten zu schärfen. Wir arbeiten daran, den Redefluss zu bremsen und Schritt für Schritt wieder zu erkennbaren Wortstrukturen zurückzufinden. Dabei beziehen wir die Angehörigen eng mit ein, um Strategien für die Kommunikation im Alltag zu entwickeln, die über das reine Wortverständnis hinausgehen.