Rhotazismus

Logopädie Lexikon

Kurzbeschreibung Rhotazismus

Der Rhotazismus ist eine der häufigsten Aussprachestörungen bei Kindern, da das „R“ motorisch gesehen einer der komplexesten Laute unserer Sprache ist. In deinem Lexikon hilft dieser Eintrag Eltern zu verstehen, dass es oft einfach ein wenig Übung und die richtige Technik braucht, um das „R“ ins Rollen zu bringen.

Hier ist die Fassung für die Praxis Sprechzeit:


Rhotazismus (Aussprachestörung des „R“)

Unter einem Rhotazismus verstehen wir eine spezifische Form der Artikulationsstörung, bei der der Laut „R“ nicht korrekt gebildet, ausgelassen oder durch einen anderen Laut ersetzt wird. Da die Zunge für ein sauberes „R“ sehr präzise und schnell vibrieren muss, gelingt dies vielen Kindern erst spät in der Sprachentwicklung.

Was bedeutet das konkret? Meistens wird das „R“ durch Laute ersetzt, die motorisch einfacher zu bilden sind. Typische Beispiele sind:

  • Ersetzung durch „H“: Aus dem „Regen“ wird der „Hegen“.

  • Ersetzung durch „L“: Aus der „Ratte“ wird die „Latte“.

  • Auslassung: Das Wort wird ohne den Laut gesprochen (z. B. „_ote G_ütze“ statt „Rote Grütze“).

Warum ist das „R“ so schwer? Es gibt im Deutschen zwei Arten, ein „R“ zu bilden: entweder vorne mit der Zungenspitze (Zungen-R) oder hinten am Gaumensegel (Zäpfchen-R). Beide Varianten erfordern eine hohe Zungenkraft und eine sehr feine Luftstromlenkung, um die nötige Schwingung zu erzeugen.

 

In der Therapie in der Praxis Sprechzeit in München-Moosach führen wir das „R“ spielerisch ein. Wir kräftigen die Zungenmuskulatur und nutzen Vorübungen (wie das „T-D-Rollen“), um die Vibration vorzubereiten. Unser Ziel ist es, dass Ihr Kind den richtigen „Schwung“ findet, damit das „R“ ganz natürlich und sicher in den Wortschatz einfließt.