Logopädie Lexikon Sprechzeit München - Stimmstörung


Organische Stimmstörungen

Stimmstörung Logopädie Therapie München
Stimmstörung Logopädie Therapie München

 

 

Unter einer organischen Stimmstörung verstehen wir eine Veränderung des Stimmklangs oder der Leistungsfähigkeit der Stimme, die durch eine physische Erkrankung, eine anatomische Veränderung oder eine Verletzung der beteiligten Organe (primär des Kehlkopfes) verursacht wird.

Was bedeutet das konkret? Im Gegensatz zu funktionellen Störungen, bei denen die Organe gesund sind, aber falsch genutzt werden, liegt hier eine „Hardware-Störung“ vor. Häufige Ursachen sind:

  • Gewebsveränderungen: Dazu gehören Stimmbandknötchen (oft durch dauerhafte Überlastung entstanden), Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen, z. B. das Reinke-Ödem bei Rauchern) oder Zysten.

  • Lähmungen (Paresen): Eine einseitige oder beidseitige Lähmung der Stimmlippen (Rekurrensparese), die häufig nach Operationen an der Schilddrüse oder nach Unfällen auftritt.

  • Entzündungen: Akute oder chronische Kehlkopfentzündungen (Laryngitis).

  • Tumore: Operative Eingriffe am Kehlkopf (z. B. Teilresektionen oder Laryngektomie aufgrund von Karzinomen).

Wie hilft die Logopädie? In der Praxis Sprechzeit in München-Moosach begleiten wir Patienten sowohl vor als auch nach operativen Eingriffen. Unser Ziel ist es:

  1. Wundheilung unterstützen: Durch sanfte Stimmübungen die Schwingungsfähigkeit der Stimmlippen verbessern.

  2. Kompensation: Bei Lähmungen lernen wir, die gesunde Stimmlippe so zu trainieren, dass sie den Verschluss zur Gegenseite wieder herstellt.

  3. Stimmhygiene: Wir erarbeiten Strategien, um die Stimme im Alltag zu schonen und weitere Belastungen zu minimieren.


Funktionelle Stimmstörung

 


Funktionelle Stimmstörungen (Dysphonien)

Eine funktionelle Stimmstörung ist eine Beeinträchtigung des Stimmklangs und der stimmlichen Leistungsfähigkeit, ohne dass eine organische Veränderung (wie eine Entzündung oder ein Tumor) am Kehlkopf vorliegt. Die Stimmlippen sind anatomisch gesund, arbeiten aber nicht effizient zusammen.

Was bedeutet das konkret? Man kann sich das wie ein Instrument vorstellen, das perfekt gebaut ist, aber falsch gestimmt oder mit zu viel Druck gespielt wird. Wir unterscheiden in der Logopädie meist zwei Richtungen:

  1. Hyperfunktionelle Stimmstörung (mit zu viel Spannung): Die Stimme klingt gepresst, angestrengt oder rauchig. Oft spüren Betroffene ein Missempfinden wie ein Kloßgefühl im Hals oder einen Räusperzwang. Ursache ist meist eine chronische Überlastung (z. B. bei Lehrern oder Erziehern).

  2. Hypofunktionelle Stimmstörung (mit zu wenig Spannung): Die Stimme klingt hauchig, kraftlos und leise. Der Verschluss der Stimmlippen ist unvollständig, wodurch zu viel Luft entweicht.

Warum ist das wichtig? Bleibt eine funktionelle Störung über lange Zeit unbehandelt, kann sie zu sekundär-organischen Veränderungen führen – zum Beispiel zu den sogenannten "Schreiknötchen". Das bedeutet: Aus einer falschen Gewohnheit wird irgendwann ein körperlicher Schaden.

In der Therapie in der Praxis Sprechzeit in München-Moosach arbeiten wir ganzheitlich. Wir schauen uns nicht nur den Kehlkopf an, sondern auch:

  • Körperhaltung und Tonus: Wie stehen und bewegen Sie sich beim Sprechen?

  • Atmung: Nutzen Sie Ihre Atemstütze effizient?

  • Artikulation: Wie viel Raum geben Sie Ihren Lauten?

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen ein gesundes und belastbares Stimmuster zu entwickeln, damit Ihre Stimme wieder zu Ihrer Persönlichkeit passt und den Anforderungen Ihres Alltags mühelos standhält.