Logopädie Lexikon Sprechzeit München - Sigmatismus


Kurzbeschreibung Sigmatismus

Der Sigmatismus ist die am häufigsten vorkommende Artikulationsstörung in der Logopädie. Der Name leitet sich vom griechischen Buchstaben „Sigma“ für das „S“ ab. Er beschreibt eine Fehlbildung der Zischlaute „S“ und „Z“. Im Volksmund ist diese Störung fast ausschließlich unter dem Begriff Lispeln bekannt.

Was bedeutet das konkret? Ein Sigmatismus liegt vor, wenn die Zunge beim Sprechen dieser Laute nicht die korrekte Position einnimmt. Anstatt den Luftstrom präzise durch eine kleine Rinne hinter den Zähnen zu leiten, weicht die Zunge aus:

  • Interdental: Die Zunge rutscht zwischen die Schneidezähne.

  • Addental: Die Zunge stößt zu fest gegen die Rückseite der Zähne.

  • Lateral: Die Luft entweicht seitlich an den Backenzähnen vorbei, was einen "feuchten" Beiklang erzeugt.

Warum ist das wichtig? Obwohl ein leichtes Lispeln oft als charmant empfunden wird, kann es in der Logopädie ein Hinweis auf eine muskuläre Dysbalance (myofunktionelle Störung) im Mundbereich sein. Wenn die Zunge nicht lernt, an ihrem physiologischen Platz zu arbeiten, kann dies Auswirkungen auf das Schluckmuster und sogar auf die Zahnstellung haben.

 

In der Therapie in der Praxis Sprechzeit in München-Moosach korrigieren wir den Sigmatismus nicht nur aus ästhetischen Gründen. Wir kräftigen die Zungenmuskulatur und schulen die Eigenwahrnehmung, damit das „S“ scharf und klar klingt. Ob für Kinder im Vorschulalter oder für Erwachsene, die im Beruf viel sprechen müssen – wir finden den richtigen Weg zu einer sauberen Artikulation.